Eicher Kurz-Geschichte.

1934 geschah der Bau des ersten „Mähautos“ für die Landwirtschaft. Dazu rüstete man einen Personenwagen mit einem Seitenmähwerk aus. 1936 wurde der erste Eicher-Vierrad- Schlepper mit einem 20 PS starken Deutz-Dieselmotor in Dienst gestellt. 1941 gründeten Josef und Albert Eicher eine offene Handelsgesellschaft. Fortan hieß die Firma "Gebr. Eicher Traktorenbau". 1942: kriegsbedingte Einstellung der Schlepperproduktion mit Motoren für Flüssigkraftstoffe. Der 1000. Schlepper verlässt noch das Werk. Erst nach dem Krieg geht die Geschichte weiter. 1947-48 wird der weltweit erste Schlepper mit luftgekühltem Eicher-Dieselmotor vorgestellt, der ED 16/I. 1953: Vorstellung des ersten Geräteträgers vom Typ "Eicher-Kombi". Josef und Albert Eicher erhalten im gleichen Jahr das Bundesverdienstkreuz am Bande und der 20 000 Schlepper läuft vom Band. Mit dem Typ "ED 60" baut Eicher 1957 den ersten “Bulldog“ mit einem 60 PS starken Dreizylinder-Motor aus eigener Fertigung. Zwischen 1958 und 1964 kommt die „Raubtierserie“ auf den Markt: Der „Tiger“ mit 25 PS, der „Panther“ mit 19 PS, der Puma mit 28 PS und der Königstiger mit 35 (40) PS. 1970 steigt Massay Ferguson bei Eicher ein und zahlt die beiden Brüder Josef und Albert Eicher aus. Eicher Indien verhindert 1980 die Auflösung der Firma mit dem Ankauf von Firmenanteilen. Alles half nichts: 1992 endet die Firmengeschichte trotzdem mit einem Konkurs. Die Ära Eicher ist damit aber noch nicht ganz zu Ende. In Indien werden weiterhin Original Eicher Traktoren für den dortigen Markt gefertigt.
R. Löwisch