Affalterthal in der Fränkischen Schweiz

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Weinfest-Königsball

Der neue Affalterthaler Schützenkönig heißt Liborius Kramer (mit Scheibe). Im Rahmen eines Weinfestes der Schützengesellschaft Affalterthal wurde der neue König am Wochenende proklamiert. Kramer löst Bürgermeister Stefan Förtsch ab (3.v.re.), der im vergangenen Jahr den Meisterschuss setzte. Überraschter Kommentar des neuen Königs und eigentlichen Luftpistolenschützen: "Hätt ich geahnt, das ich auf die Königsscheibe schieße, hätt ich Backsteine genommen".

   
Mit auf dem Bild zu sehen die beiden Ritter Alfons Beetz (derzeitiger Vereinsvorstand) und Klaus du Maire (2.v.li.), der auch schon mal Vorstand der Schützen war. Eine illustre Gesellschaft also die abgerundet wird vom Gewinner des Bürgerpokals, "Schappi" Kellner (re.) und dem Schützenmeister Ulrich Ummelmann (links). Der jüngste im Bild ist eine große Vereinshoffnung. Florian Dietel schoss sich als einziger Jugendlicher ins Mittelfeld. Dafür bekam er als Preis eine Vereinsjacke geschenkt, in die er freilich noch etwas hineinwachsen muss.  

Chronik

 

Am 4. Mai 1978, anlässlich des Vergleichsschießens mit der Affalterthaler Patenkompanie III. des Transportbataillon 270 in Nürnberg kam der Gedanke auf, einen Schützenverein zu gründen. Die Auflösung der Gemeinde Affalterthal zum 1. Mai gleichen Jahres im Zuge der Gebietsreform ging den meisten Bürgern sehr zu Herzen. Die Befürchtung wuchs, das Gemeindeleben könnte durch die Auflösung Schaden nehmen, weshalb schon ein „Bürgerverein“ ins Leben gerufen worden war. Baptist Pflaum und Hans Deuerlein trieben die Sache voran, erinnerte sich Vereinsmitglied Siegfried Dietel und so kam es schon vier Wochen nach dem Vergleichsschießen zur Gründung des Schützenvereins. Der erste Schießstand wurde in der Pflaum’schen Garage installiert. Knapp zwei Jahre später hatte das Provisorium ein Ende. Hinter dem Feuerwehrhaus erbaute der Verein einen richtigen Schießstand und stieg prompt von der D- in die C-Klasse auf.

 

   
Am 5. November 1983 kam die Patenschaft mit dem Rüsselbacher Schützenverein zustande erinnerte sich Vereinsvorstand Beetz. Auch hier maßgeblich beteiligt, Hans Deuerlein, der kurz zuvor als zweiter Bürgermeister der Gemeinde Egloffstein eine Gemeinde-Patenschaft mit der Igensdorf initiiert hatte. Zur „Verfestigung“ dieses Gedankens unterstützten die Rüsselbacher Anton Zimmerer und Luise Hartelt die Patenschaft auf Vereinsebene, erinnert sich der derzeitige Rüsselbacher Schützenvorstand Lothar Heinze. Seither wird alljährlich ein Wanderpokal ausgeschossen und Abordnungen besuchen sich gegenseitig bei der Siegerehrung und bei der Königsproklamation. Großer Beliebtheit erfreuen sich dabei die sechs Rüsselbacher Böllerschützen unter Leitung von Johann Dachs, wenn sie die Königsproklamation lautstark ankündigen. In Erinnerung an die nun seit 25 Jahren andauernde aktive Patenschaft überreichte der Schützenverein Affalterthal der Rüsselbacher Schützengesellschaft eine Erinnerungsscheibe. Die als Weinfest deklarierte Königsproklamation im Mehrzweckhaus wurde musikalisch von der Gräfenberger Gruppe Chapel Rock umrahmt. Pizzas und Zwiebelkuchen erfreuten sich großer Beliebtheit, die Weine mundeten ebenso.  
   
Ft vom 13.6.78: Schützenhilfe kam aus Gößweinstein

Affalterthal © Als vierter Verein im Ort — nach FFW, Kriegerverein and Posannenchor — wurde in Affalterthal jetzt ein Schützenverein gegründet. Die Vorarbeit leistete Baptist Pflaum, der zum Zweiten Vorsitzenden gewählt wurde, Erster Vorsitzender wurde Bürgermeister Hans Deuerlein. Weiter gehören der Vorstandschaft Heinz Schüpferling als Erster, Johannes Krones als Zweiter, Gerhard Hofmann als Dritter Schützenmeister Waltraud Höfling als Erster, Günter Brütting als Zweiter Schriftführer sowie Gunda Kellner als Kassier an. Wertvolle Aufbauhilfe leistete der Gößweinsteiner Schützenverein „Gut Ziel", der am Samstag Affalterthaler Schützen als Gäste auf seiner Anlage ein erstes Training absolvieren ließ und hierfür sogar eigene Vereinsgewehre zur Verfügung stellte. In dieser Woche wollen die Affalterthaler Schützen, die sich für den Namen „Brunnleithen" entschieden haben, die ersten zwei Vereinsgewehre kaufen. Auch die Vorarbeiten für den provisorischen Schützenstand hinter dem Feuerwehrgerätehaus sind schon geleistet. In Kürze werden die Affalterthaler, die erst einmal mit dem Luftgewehr anfangen werden, also auf einer eigenen Anlage schießen können. Bereits in der kommenden Saison soll der Sportbetrieb aufgenommen werden. Gast in der Gründungsversammlung war Gauschützenmeister Georg Neupert, der sich über den regen Zulauf zum jungen Verein freuen konnte: Bereits 85 Affalterthaler sind beigetreten.

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 Von Reinhard Löwisch - für's Dorf

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