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Jahreshauptversammlung am
27. März 2009.
AFFALTERTHAL. (rl) - Zufrieden mit
der Bilanz des vergangenen Jahres zeigte sich die Vorstandschaft des
Schützenvereins Affalterthal. Die erste Pistolenmannschaft ist in die
Gauoberliga aufgestiegen, die eigenen Veranstaltungen waren gut besucht und die
Mitgliederzahl (103) bewegt sich weiter auf gleich bleibend hohem Niveau.
Es
ist das beste Ergebnis in der 30-jährigen Vereinsgeschichte. Die
Pistolenmannschaft, bestehend aus dem Vereinsvorstand Alfons Beetz, Sohn Philipp
Beetz, Horst Bezold und Thomas Hofmann, hat nicht nur den Aufstieg in die
Gauoberliga geschafft, sondern gleich „durchgestartet“ und Platz zwei erreicht,
mit nur sechs Ringen Rückstand auf Platz eins. Würden sie noch mal aufsteigen,
„müssten wir Wettbewerbe in ganz Oberfranken besuchen“, meinte Vereinschef
Alfons Beetz, was natürlich mit höheren Kosten verbunden wäre. Die
Vereinsmeisterschaft, die erst kürzlich zu Ende ging, gewann Siegfried Dietel
mit dem Luftgewehr, gefolgt von Heinz Schüpferling und Steffie Neuberger. Beim
Pistolenwettbewerb gewann, wie könnte es anders sein, die Gauoberligamannschaft.
Erster Alfons Beetz, zweiter Horst Bezold, Dritter Thomas Hofmann, verkündete
erster Schützenmeister Uli Ummelmann stolz, der bei der Gaumeisterschaft in
Februar selbst Platz eins bei den Senioren belegte. Eine Rekordbeteiligung gab
es beim Schützenball, der im vergangenen Jahr erstmals als „Weinfest“ gefeiert
wurde. Es blieben zwar nur 18 Euro Gewinn übrig, aber das Mehrzweckhaus war bis
auf den letzten Platz belegt.
Ein Lichtgewehr soll
demnächst angeschafft werden verkündete Vereinsvorstand Beetz. Damit wird eine
neue Ära im Vereinsschießen eingeleitet, die vom Massenmord in Winnenden
ausgelöst wurde: weg von den scharfen, hin zu ungefährlichen Waffen. Ab 800 Euro
gibt es diese Gewehre, die nur einen Lichtstrahl auf eine spezielle Scheibe
„schießen“, die dann genauso reagiert wie bei einem echten Schuss. Und in
Verbindung mit einem Computer, so Beetz weiter, kann sogar die „Flugbahn“ des
Lichtstrahls und der „Aufschlag“ verfolgt werden. Für diese Gewehre gibt es
keine Altersbeschränkung, weshalb es vor allem in der Jugend eingesetzt wird.
Dafür wollen die Jugendbeauftragten Mario Waltz und Stefan Sassik sorgen. Die
Neuwahl der Vorstandschaft leitete der diesjährige „Schützenkönig“ Stefan
Förtsch. In seiner anderen „Eigenschaft“, als Bürgermeister der Marktgemeinde
Egloffstein lobte er vor allem die Erfolge der ersten Pistolenmannschaft. Kein
anderer Verein in der Gemeinde kann ähnlich erfolgreiche Platzierungen
vorweisen. Weil der Hauptvorstand in geheimer Wahl gewählt werden musste, zog
sich die Wahl eine Stunde lang hin.
Das Ergebnis heißt Kontinuität. Alle
die sich zur Wahl stellten, wurden mit überwältigender Mehrheit gewählt.
Es bleibt also größtenteils bei der bewährten Mannschaft: Alfons Beetz erster
Vorstand, Uli Ummelmann erster Schützenmeister, Stefan Sassik zweiter
Schützenmeister (vorher Sebastian Beetz), Mario Waltz dritter Schützenmeister
(bisher Matthias Steckel). Günther Prütting, erster Kassier, Thomas Meister
zweiter Kassier, Stefan Birkmann erster Schriftführer, Bastian Schliffka zweiter
Schriftführer. Und die beiden Kassenprüfer heißen für die nächsten vier Jahre
Werner Deuerlein und Heinz Schüpferling. Vereinsvorstand Beetz nahm auch
Stellung zum Massenmord in Winnenden, der „von einem kranken Menschen“ verübt
wurde. Die Schützenvereine sind daran nicht schuld, beteuerte er, sondern wenn,
dann der Gesetzgeber. Der hat zwar die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung nach
dem ersten Schulmassaker verschärft, aber dabei vergessen, die Überprüfung der
Waffenaufbewahrung anzuordnen. Sport im Verein, das bestätigten ihm viele
Pädagogen, sei der Jugenderziehung förderlich, weil es auch soziales Verhalten
trainiert. Und gerade junge Schützen sind konzentrierter im Unterricht
versicherten ihm Lehrer.
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