Affalterthal in der Fränkischen Schweiz

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Mitgliederversammlung am 15. 01. 2010

Mit einer verjüngten Vorstandschaft will der Heimatverein Affalterthal e.V. die kommenden Jahre meistern und die in der Satzung festgehaltenen Aufgaben fortsetzen. Seit einem Jahr ist der Vorstandsposten des Heimatvereins verwaist, weil die bisherige erste Vorsitzende aus persönlichen Gründen überraschend von ihrem Ehrenamt zurück trat. Der zweite Vorsitzende Heinz Bernhardt übernahm kommissarisch das Amt mit und füllte es zur vollsten Zufriedenheit der Mitglieder aus. Nur das Wetter konnte ihn stoppen, als es darum ging, das Johannisfeuer abzuhalten. Zweimal musste es wegen Regens ausfallen. In seine Ägide fiel die Renovierung des Pavillons am Ortseingang, das an die Auflösung Affalterthals als eigenständige Gemeinde 1978 erinnert. Im vergangenen Jahr hat er zum Abschluss der Arbeiten einen Regenschutz auf der Wetterseite des nach allen Seiten offenen Gebäudes angebracht und es wurde ein Apfelbaum gepflanzt, der an die Namensgebung des Ortes erinnert. Affalterthal wird übersetzt mit Apfel-Baum-Tal. Den „Abschluss“ seiner einjährigen Amtszeit bildete die Dreikönigswanderung vor einigen Tagen, die mit 136 Teilnehmern stärker besetzt war als vor einem Jahr, obwohl ähnliche Wetterverhältnisse herrschten. Besonders der erstmals ausgeschenkte „Dreikönigsglühwein“, eine geheime Mischung verschiedener Säfte, für die seine Frau Inge verantwortlich zeichnet, kam sehr gut bei den Wanderern an. Damit wurde, neben dem „Kerscherbroten“, den es nur zur Kirschenkirchweih gibt, ein zweites besonderes Rezept kreiert. Zur Enttäuschung vieler Vereinsmitglieder gab Bernhardt jedoch seinen Entschluss bekannt, nicht für den ersten Vorstand zu kandidieren. Als zweiter Vorstand wird er sich weiter um die Belange des Vereins kümmern und auch die Wanderwegepflege übernehmen. Der Vorstandswahl vorausgegangen war die Suche nach dem neuen Vorstand; nach jemanden der in die Fußstapfen der Sieghilde Höfling tritt, weshalb in erster Linie Frauen befragt wurden. Sechs Damen winkten nach und nach ab, so dass es bis zur Jahreshauptversammlung keinen Nachfolger für das verwaiste Amt des ersten Vorsitzenden gab. Laut Satzung muss nach einem erfolglosen Wahlversuch ein zweiter folgen. Wenn dann immer noch kein Nachfolger gefunden ist, wird das Registergericht aktiv und betreibt die Auflösung des Heimatvereins, was auch die Auflösung der FSV-Ortsgruppe bedeuten würde. Soweit kam es nicht. Es wurde während der Versammlung jemand gefunden. Und wie so oft in Affalterthal sind es die „Reingeschmeckten“, die das schlimmste verhüten. Es ist also kein Wunder, dass mit Reinhard Löwisch aus Waischenfeld wieder ein „Auswärtiger“ den Verein führt. Bei der Feuerwehr ist es mit Gino Sais sogar ein Italiener und bei den Schützen schwingt Alfons Beetz das Vereinszepter. Er stammt aus der Gegend um Coburg. Nur bei den Soldatenkameraden steht mit „Bobby“ Porisch ein gebürtiger Einheimischer an der Vereinsspitze. Für Bürgermeister Stefan Förtsch als Wahlleiter blieb die Tradition gewahrt. „Die Affalterthaler helfen gerne mit, wenn es darum geht, etwas zu tun. Aber das „Tun“ kontinuierlich in einem Amt zu betreiben, machen sie ungern“, sagte Förtsch. Heinz Bernhardt bleibt zweiter Vorstand und Ulrich Ummelmann (auch ein Auswärtiger) weiterhin Kassier. Für Löwisch, der in den letzten sechs Jahren Schriftführer des Heimatvereins war, konnte Laszlo Dombos (auch kein Einheimischer) gewonnen werden. Natürlich wurden alle einstimmig bei eigener Enthaltung gewählt. Dafür sorgen dann schon die Affalterthaler. Als erste Aufgabe wartet die Gestaltung des neuen Osterbrunnens. Hier muss eine neue Form gefunden werden, die zum rechteckigen Design des neuen Brunnens passt.

Oskar Pirkelmann aus Hollfeld (Mitte hinten), vierter Hauptvorsitzender des FSV nahm die Ehrungen verdienter Mitglieder vor. Gertrud und Wilfried Steckel wurden mit der Urkunde für 10-jährige Mitgliedschaft geehrt. Karl-Heinz Heid, Wolfgang und Luise Fürbeth sowie Gerda Lettner hätten die Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft bekommen – wenn Sie anwesend gewesen wären. In seinem Grußwort sprach er von derzeitig statt findende Verhandlungen mit der Gemeinde Gößweinstein, um dem Kreativzentrum Morschreuth, einer Einrichtung es FSV, weiterhin eine Heimat zu geben. Wie in der Presse nachzulesen, plant Gößweinstein einen Neubau, in dem auch die Feuerwehr und die Jugend ihren Platz bekommen soll. Er plädierte an die An-wesenden, die Vorstandschaft in ihren Aktivitäten zu unterstützen, damit es mit dem Heimat-verein weiter aufwärts gehen kann.

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 Von Reinhard Löwisch - für's Dorf

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