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Affalterthaler Zeittafel:1071 erste Erwähnung einer „herrschaftlichen Kapelle“ in Affalterthal, in der von Egloffsteiner Chronik. 1130 erste gesicherte Erwähnung des Ortsnamens in einer Stiftungsurkunde Bischof Otto I. von Bamberg; „Otto von Affaltert“ besaß demnach das „alte Schloss“. 1195 war das Kloster Weißenohe im „Besitz von 4 Sölden in Affalterthal“ 1290 Sibito I. von Egloffstein hielt laut ältestem Lehenbuch des Hochstifts Würzburg (aus dem 14. Jh.) den „Zehnt“ in Affalterthal 1375 Affalterthal als Pfarrei erstmalig urkundlich bezeugt – Loslösung von der Urpfarrkirche Pretzfeld 1520 ca. Zerstörung des „alten Schlosses“ im Bauernkrieg 1540 erste schriftliche Nennung eines (katholischen) Pfarrers im Dorf: Simon Prallandt 1544 Dorfpfarrer Theiler (gebürtig aus Ebermannstadt) zeigt evangelische Neigungen 1565 wurde Affalterthal evangelisch, nach dem Prinzip: „cujus regio, ejus religio“ (wessen Herrschaft, dessen Glauben) 1580 Der alte Kirchturm wurde abgerissen und eine neuer gebaut 1594 beschwerte sich der (kath.) Obertrubacher Pfarrer, dass die Leute zum Pastor in Affalterthal laufen und diese „spenden ungescheut die Sakramente“. 1610 strenger Winter. Er führte dazu, dass das Wintergetreide kaputt ging 1616 große Dürre, alles Getreide verdorrt 1621 wurde die Gegend durch umherziehende Heere (Schweden, 30-jähriger Krieg) stark geplündert 1625 beschwert sich der Pfarrer von Obertrubach, „dass der Prädikant von Affalterthal durch eigenmächtiges Taufen, Kopulieren und Begraben ihm die Gebühren entziehe“ 1630 bedingt durch das Restitutenedikt Kaiser Ferdinands wurde Affalterthal gewaltsam wieder katholisch (Gegenreformation). Johann Dietz wurde neuer katholischer Pfarrer 1629 großes Unwetter mit kieselsteingroßen Hagelstücken 1629 Erster urkundlich erwähnter Schulmeister von Affalterthal 1632 durch Kriegsvolk "alles verwüstet und öd" 1634 die Pest wütete in der Gegend 1636 Affalterthal wurde endgültig evangelisch 1647 lagen zwei Kompanien Reiter des kaiserl. Graf Buchheim’schen Regiments in Affalterthal 1648 waren Schweden hier einquartiert und erhoben Strafzölle 1652 furchtbare Dürre in der Umgebung 1665 „Item hat der freie Berg zu Egloffstein den Bierverlag in Affalterthal“. D.h.: jeder der Bier ausschenkt (was jedem erlaubt war), musste es in Egloffstein kaufen. 1667 erste Gemeindeordnung von Affalterthal 1700 Neun Häuser und 10 Stadel fielen einer Feuersbrunst zum Opfer 1726 ein weiterer Großbrand vernichtete „an die 30 Zimmer“ 1726 1. Egloffsteiner Gesangbuch veröffentlicht, 1739 das Zweite, 1764 das Dritte 1728 Erneuerte Gemeindeordnung, wegen Großbrand vor zwei Jahren 1731 wieder mal eine schlechte Ernte wegen „furchtbarem Schnee, der bis in den Sommer anhielt“ 1783, am 21 Juli brannten in Affalterthal 35 Häuser ab, darunter der herrschaftliche Zehntstadel 1784 Bau des Mesner- Hauses, war bis 1903 auch Schulhaus, Lehrerwohnung und später Rathaus 1790 Erste Kirchenordnung in der genau festgelegt ist, wie die Gottesdienste Taufen, Beerdigungen etc. gehandhabt werden und was jeweils zu tun ist. 1796 am 27. August, überfielen französische Soldaten Affalterthal, mussten sich aber unter hohen Verlusten zurückziehen. Im gleichen Jahr starke österreichische Einquartierungen im Dorf 1802 Einführung der Schulpflicht 1805 am 17.12. wurde Affalterthal bayerisch; Auslöser war ein Tagesbefehl Napoleons I. wonach ab sofort „alle im Kurfürstentum Bayern befindlichen Rittergebiete Bayern einverleibt werden“. 1807 führte Pfarrer Hoffmann den Kleebau in Affalterthal ein 1814 Inbetriebnahme des jetzigen Friedhofes. Der alte lag um die Kirche herum. 1830 - 1860 wanderten viele Dorfbewohner, wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, nach Amerika aus 1849 am 31. Juli brannten 5 Häuser in Affalterthal nieder 1850 am 24. November fand die erste Wahl eines Kirchenvorstandes statt. 1850, am 26. Feb. Gründung eines "Consum-Verein". 1. Vors. Gemählich, 2. Vors. Prütting, Kassier Joh. Hopfengärtner 1853 wurde, wie in den anderen Egloffsteinischen Pfarreien so auch in Affalterthal folgende Inschrift auf Befehl seiner Herrschaft an der Kirche angebracht: Was hilft dein Kirchengeh’n - Dich wohl jahraus jahrein, - Wenn du nicht selber willst - ein Kirchlein Christi sein? - Willst in der Kirche du, - recht beten, hören, singen, - Musst du die Kirche selbst, - im Herzen mit dir bringen“. 1862 Einführung der Kirchenverwaltung 1879 Gründung einer Pflichtfeuerwehr 1889 Gründung der FFw Affalterthal 1889 Gründung eines "Lesevereins". Er hatte die Aufgabe die Mitglieder in Landwirtschaft zu unterrichten. 1891 Einweihung der neuen Steinmeyer-Orgel mit einem Manual, Fußmanual und 10 Registern. Kosten: 3200 Mark. 1892 wurde der Posaunenchor, als einer der ersten in Bayern, gegründet. 1903 Neubau eines Schulsaales als Queranbau an das bestehende Schulhaus von 1784 1905 Anschaffung der ersten Dreschmaschine für das Dorf 1912 Bau der ersten Wasserleitung im Dorf 1921 am 20.11. Aufstellung einer 1x2 m großen Kriegergedenktafel in der Kirche auf Beschluss des Kirchenvorstandes im Jahre 1919. Von Pfr. Spieß eingeweiht. 1923 bekam das Pfarrhaus erstmalig Strom (Steckdosen) und Licht. Finanziert wurde die Elektrifizierung mit dem Verkauf von 10 cbm Bauholz aus dem Pfarrwald. 1926 Gründung der Soldatenkameradschaft 1927 erfuhr der Friedhof "eine bedeutende Erweiterung und wurde mit einem eisernen Gitter umschlossen". 1936 Kirchenrenovierung 1949 Neue Glocken läuteten erstmals zur Jubelkonfirmation 1949 Kirchenvisitation: "Nach dem Kindergottesdienst wurden mit dem Motorrad von Pfr. Eitel die auswärtigen Ortschaften des Pfarrspiels begutachtet." 1957 Errichtung eines Betsaales in der alten Pfarrscheune. In dessen Eichenholztüre sind die 10 Gebote eingelassen 1968 Auflösung der einklassigen Volksschule 1970 Säuberung und Umbau der Steinmeyer-Kirchenorgel 1971 im Oktober: Einweihung des neuen Lagers der Raiffeisenbank 1971 am Himmelfahrtstag Kreisfeuerwehrtag mit Weihe des neuen Feuerwehrhauses 1972 Affalterthal wird zum "Schönsten Dorf im Landkreis Forchheim" gekürt 1978 Gründung des Heimatvereins 1978 Gründung des Schützenvereins 1995 Renovierung der Dorfkirche. Kosten rund 400 000 Mark 1995 Affalterthal wird am Abwasserkanal der Gemeinde Egloffstein angeschlossen, für 1,6 Mio. Mark 1995 Das ehemalige „Brunnleitenfest“ findet erstmalig im Mehrzweckhaus statt, als „Dorffest“. 1996 Einweihung des neuen Mehrzweckhauses mit renovierten "Schwelgenhaus" am 26. April. 1999 „110 Jahre FFw Affalterthal“ mit 1000 Teilnehmern beim Festumzug - fast wie in alten Brunnleiten- Zeiten 2002 "110 Jahre Posaunenchor Affalterthal" mit Gottesdienst im Grünen und 13 Posaunenchören. 2003 "25-Jahrfeier des Heimatvereins" (Schulchronik von Lehrer Lamprecht in der Festschrift) und des Schützenvereins 2003 Komplette Teerung der Hauptstraße mit Verlegung neuer Bordsteine als Abschluss der Kanalbaumaßnahme 2003 Landesbischof Johannes Friedrich auf Stippvisite im Dekanat Gräfenberg und in Affalterthal (Mehrzweckhaus) 2003 Hans Gemählich für 60 Jahre Organistendienst ausgezeichnet 2003 1. Johannifeuer nach 37 Jahren bei der Egloffsteiner Marter, veranstaltet vom Heimatverein 2004 Einweihung des „Neuen“, 30 Jahre alten Feuerwehrautos der FFw Affalterthal 2004 Einweihung des neuen Bolzplatzes hinter dem Mehrzweckhaus mit einem Fußballturnier 2005 Umgestaltung des Rathausplatzes durch die vier Ortsvereine und viele freiwillige Helfer in rund 1500 Arbeitsstunden 2005 „1. Affalterthaler Eicher-Treffen“ während des Dorffestes im Herbst, mit 89 Oldtimer-Traktoren 2006 am 4. Januar starb Hans Deuerlein, "der König von Affalterthal". 2006 zum 1.3. verließ Pfr. Wolfram Lehmann nach 11 Jahren und 1 Monat seine erste Wirkungsstätte und ging nach Hof. 2006 wurde auch die Steinmeyer-Kirchenorgel mit 50 000 Euro generalsaniert und klanglich in den Ursprungszustand zurückversetzt. 2006/07 Wärmster Winter seit 100 Jahren. Bis zu zweistellige Plusgrade (Herbstwetter), ein paar Zentimeter Schnee nur für eine knappe Woche Ende Januar. Alle Öl-Heizungs-Nutzer frohlocken, weil sie weniger teures Heizöl (50 Cent der Liter) benötigen als sonst. 2007, zum 1.12. übernahm Hans-Jürgen Johnke (54) die Pfarrstelle hier |
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