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[ Jahresversammlung ] [ Gruppeneinteilung ] [ Chronik ] [ Mitglieder ] [ Übungsplan ] [ Termine ] [ Vorstand ]
Chronik der FFw Affalterthal
1879
In den Jahren vor 1879 gab es nur ein sogenanntes Wachlokal, das im Deinhardtschen Anwesen Nr. 39
untergebracht war. Sechs Mann lösten sich hier des Nachts alle zwei Stunden bei ihrer Feuerwache ab. Anstelle der
heute üblichen Schläuche hing in jedem Haus an einer gut erreichbaren Stelle ein wasserdichter Tuchsack. Mit
diesem wurde bei einem Brand das damals gebräuchliche "Kettenlöschen" ausgeführt. Das notwendige Wasser
entnahm man den vielen hauseigenen "Hüllen" (Wasserlöcher). Seit dem Jahr 1879 gibt es in Affalterthal eine Pflichtfeuerwehr, deren erster Kommandant (Kdt) Andreas Feiler war.
1889
Der Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr (FFw) fiel auf den 13. Oktober
Die Männer der ersten Stunde, die bis 1908 am Ruder blieben, waren der Vorstand Konrad Hopfengärtner, sein
Bruder Sebastian Hopfengärtner als Kdt, Adjutant Georg Prütting, Kassier Kantor Müller und als Schriftführer Johann
Weiß.
1895
Am Kirchenplatz brannte das Häuschen von Georg Löhrl ab. Dem ersten registrierten Brand rückten 51 Mann mit 80
m Schlauch und einer handbetriebenen Feuerspritze zu Leibe. Nachtwächter Paulus Löhrl zog zu dieser Zeit, zum Gaudium der Kinder und zum Schutz der Frauen und Männer mit
seinem Horn durchs Dorf.
1904
Über die Jahre der Jahrhundertwende gibt es nicht viel zu berichten. Zu Beginn des Jahres 1904 machte sich eine
merkliche Unlust für Mitgliederver- sammlungen und Übungen in den Reihen der Affalterthaler Rothelme breit. Auf
Beschluß der Vorstandschaft sollte, wer zweimal unentschuldigt fehlte, aus der FFw ausgeschlossen werden. Dem
Chronist ist nicht bekannt, ob dieser Fall jemals eintrat.
1909
Nach dem Tod des Vorstandes Hopfengärtner, trat mit Kantor Müller erstmals ein Lehrer an die Spitze der
altbewährten Mannschaft.
1910
In diesem Jahr fanden Neuwahlen statt, in denen Kantor Müller als Vorstand bestätigt, Kdt Sebastian Hopfengärtner,
Adjutant Georg Prütting, Kassier Hans Hermann und Schriftführer Wolfgang Hopfengärtner, ihn ergänzten. Diese
Männer hielten bis 1915 den Kurs der FFw in der Hand. Lediglich Kantor Müller wurde 1913 von Fritz Reiser, als
Vorstand abgelöst. Ein Blick in die Kasse der damaligen Zeit verrät uns Einnahmen von 60,87 Mark, Ausgaben von
39,35 Mark, was einen Bestand von 21,52 Mark ergab. Wie sparsam die FFw mit dem Geld wirtschaften musste,
verdeutlicht auch eine Erschließung aus dem Jahr 1911, in der von "Tanzvergnügungen" Abstand genommen wurde,
da hierfür kein Pfennig in der Feuerwehrkasse vorhanden war.
1919
Am 18. Mai 1919 tauchte die FFw wieder aus der Versenkung des 1. Weltkrieges auf, verlangte 1 Mark
Aufnahmegebühr und zahlte ihrem Vereinsdiener Georg Löhrl ein Jahresgehalt von 4 Mark. Die neue Mannschaft
führten Vorstand Fritz Reiser, Kdt Georg Prütting, Adjutant Konrad Gemählich, Schriftführer Konrad Hübschmann und
Kassier Hans Herrmann.
1923
In diesem Jahr wird die FFw für ihren tadellosen Einsatz, ihre hervorragende Zusammenarbeit beim Großfeuer in
Mostviel gelobt. Im selben Jahr betrug die Aufnahmegebühr für aktive Mitglieder 1 000 Mark, für passive sogar 3 000
Mark. Fürwahr eine gesegnete Zeit!
1924
Kantor Gulden wurde nach dreijähriger Amtszeit als Vorstand durch Bürgermeister Fritz Krügel abgelöst, der bis
Kriegsende 1945 diesen Posten verwaltete.
1928
Feiern haben die Affalterthaler schon immer besser "verstanden". Am 2. Februar 1928 konnten sie das zur Genüge
unter Beweis stellen. Kdt Georg Prütting wurde für seine 50jährige treue Mitgliedschaft in der FFw geehrt. Für dieses
höchst seltene Jubiläum verlieh ihm Bezirksfeuerwehrvertreter Müller aus Ermreuth das Verdienstkreuz.
1930
Als neues Mitglied wurde in diesem Jahr der spätere Ehrenbürger der Gemeinde Affalterthal, Hauptlehrer Ludwig
Panzer, begrüßt. Ein Jahr später übernahm er von Konrad Hübschmann, dem langjährigen Schriftführer der FFw, dessen Amt.
1934
Als braune Wolken den Himmel über Deutschland verfinsterten, wurde die FFw, wie andere Vereine auch,
gleichgeschaltet und der SA eingegliedert. Kdt Konrad Gemählich schuf während der Kriegszeit, als viele Männer im Felde waren, eine freiwillige
Frauenabteilung, die treu, fleißig und exakt ihren Dienst tat. Bei Einsätzen haben sie jederzeit "ihren Mann gestellt".
Brände gab es außer in Deutschland und Europa in Bieberbach, Hammerbühl, Mostviel und Egloffstein zu löschen.
1946
Nach den Wirren des Weltbrandes, den keine Feuerwehr rechtzeitig zu ersticken vermochte,
musste sich auch die
FFw Affalterthal neu ordnen und zusammenfinden.
Im September übernahmen Johann Deuerlein (Vorstand), Hans Dörr (Kommandant), Johann Schmidt (Adjutant),
Johann Förtsch (Kassier) und Schriftführer Konrad Hübschmann die Geschicke der FFw. Als Bestand zählte man
eine Handdruckspritze, 150 m Schlauch und eine Steigleiter.
1947
Eine von der Gemeinde angeschaffte Magirus TS 8 Motorspritze und dazu- gehöriges Schlauchmaterial erweiterte die
recht magere Ausrüstung der FFw in den ersten Nachkriegsjahren.
1949
In diesem Jahr mußte die FFw zum bisher einzigen Male nach dem Krieg ihr Können und ihre Einsatzbereitschaft
beim Brand des Anwesens von Konrad Hofmann beweisen.
1958
Zu seinem 70. Geburtstag wurde der frühere Kdt Konrad Gemählich für die Verdienste, die er sich um die FFw
erworben hatte, als Ehrenkommandant ausgezeichnet. Es wurde eine neue TS 8 mit Tragkraftspritzenfahrzeug von der Gemeinde angeschafft.
1960
Mit Genugtuung und Freude wurde ein neues Gerätehaus mit Schlauchtrocken- turm und Waschanlage eingeweiht.
1962
Kdt Hans Dörr mußte aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück-
treten. Neuer Kdt wurde Johann Schmidt, Adjutant Hans Häfner.
Im Frühjahr legten erstmalig zwei Gruppen Leistungsabzeichen in Bronze ab.
1966
Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Affalterthal, Hans Deuerlein, wurde zum
1. Vorstand gewählt. In Neunkirchen a. Br. wurde von der Kreisversammlung einstimmig beschlossen, den Kreisfeuerwehrtag 1971 in
Affalterthal abzuhalten.
Dieser Beschluss war für uns eine große Ehre und ab diesem Tag liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren.
In einer gemeinsamen Sitzung des Gemeinderates und der FFw Affalterthal wurde festgestellt, dass die FFw mit der
derzeitigen Ausrüstung den Brandschutz nicht mehr ausreichend gewährleisten kann.
Als Abhilfe wurde vorgeschlagen, das kleine Feuerwehrhaus zu vergrößern und ein zeitgemäßes Feuerwehrauto
anzuschaffen. Zur Erweiterung des Feuerwehrhauses musste die Scheune von H. Gottschalck erworben werden.
Diese wurde abgerissen und ein Gerätehaus in der heutigen Größe bis Mai 1971 fertiggestellt.
Folgende Geräte wurden angeschafft:
Feuerwehrauto Opel Blitz LF 8 als Gruppenfahrzeug mit voller Ausrüstung,
Schlauchanhänger; zudem wurde die gesamte Mannschaft neu eingekleidet.
1967
In diesem Jahr wurden von 3 weiteren Gruppen Leistungsabzeichen (zwei in "Silber" und eine in "Bronze") erworben.
1968
Am 19. Oktober bestanden zwei Gruppen mit Erfolg die Vorstufe zum goldenen Leistungsabzeichen, eine erhielt das
Bronzene. In diesem Jahr wurden neue Kommandanten gewählt. Richard Herrmann als Kdt und Georg Meier (Adjutant) weisen
nun den Weg in die Zukunft.
1970
Mit besonderer Anerkennung sollte man in diesem und dem nachfolgenden Jahr von der Theatergruppe um Konrad
Hofmann und der FFw- Kapelle sprechen, die mit viel Idealismus und Begeisterung die manchmal doch recht schmale
Kasse auffüllten.
Am 11. April brannte das Felswandlerhaus. Gemeinsam mit fünf Wehren versuchten wir unter extremen Bedingungen den Brand zu löschen. Das Wasser musste
über eine lange Schlauchleitung von der Trubach über die Heidswiese zum Brandplatz gepumpt werden.
1971
Kreisfeuerwehrtag in Affalterthal vom 20.05. - 24.05.1971 unter der Schirmherrschaft von Landrat Otto Ammon.
Unter Beteiligung der gesamten Bevölkerung, die unserem Dorf durch Blumenschmuck und Beflaggung den würdigen Rahmen verlieh, wurde das Fest zu einem einmaligen Erfolg.
Am Sonntag fand ein großer Festzug unter Beteiligung von 93 Vereinen mit Abgeordneten des Bundes-, Land-,
Bezirks- und Kreistages und der Gemeinden statt. Den Abschluss bildete am Montag ein großer Bunter Abend im
Festzelt auf der Dorfwiese, mit Verlosung eines lebenden 3 Zentner Schweines.
1972
Am Neujahrstag wurde der traditionelle Feuerwehrball im Gasthaus Dietel abgehalten. Für Unterhaltung sorgten die
Gschwandner Musikanten.
Als Dank für die tatkräftige Mitwirkung beim Feuerwehrfest 1971 wurden am 24./25. und am 29./30. April zwei
Ausflüge nach Krimml durchgeführt.
1973
Die bewährte Mannschaft unter Kdt Richard Herrmann, Adjutant Georg Meier, Vorstand Hans Deuerlein, Kassier Karl
Löhrl, Zeugwart Georg Trautner und Schriftführer Hans Vogel wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig
wiedergewählt.
Bei der Feuerschutzwoche im Oktober 1973 wurde mit den Wehren Bieberbach, Egloffstein und Geschwand eine
Großeinsatzübung in Affalterthal durchgeführt, wobei die gute Zusammenarbeit der nachbarlichen Wehren
demonstriert wurde.
1974
Am 07. Juli war das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft. Wir erlebten das Spiel gemeinsam vor dem Fernseher im
ausgeräumten Feuerwehrhaus.
Unser großzügiger Gönner Hans Meier hatte dazu 150 Ltr. Bier spendiert und Walter Singer grillte vorzügliche
Bratwürste und Heringe. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft zogen wir freudetrunken mit Fahnen und einem
Fass Bier auf einem Handkarren durchs Dorf.
1975
Helmut Karbstein wurde als Gruppenführer und 2. Vorstand gewählt.
Georg Deuerlein löste den aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Georg Trautner als Gerätewart ab. Werner
Hofmann wurde als Vereinskassier für Karl Löhrl gewählt. Die 3. Kompanie des Transportbataillions 270 aus Nürnberg, Patenkompanie der Gemeinde Affalterthal, lud die FFw
am 08. Mai in die Infanteriekaserne Nürnberg zu einem Vergleichsschießen ein. Mit von der Partie war auch der
Kriegerverein Affalterthal. Der Tag wurde zu einem vollen Erfolg.
Oberhalb des Friedhofes wurde von der Gemeinde ein 80 cbm fassender Feuerlöschbehälter errichtet.
1976
Der Leistungsstand unserer Wehr wurde von Jahr zu Jahr verbessert. 3 Gruppen legten Leistungsprüfungen ab: 1 x
Bronze (Jugendgruppe), 1x Silber und 1x Rotgrün.
1978
In der Generalversammlung wurde bedauert, dass nach Auflösung der Gemeinde, im Rahmen der Gebietsreform, die
Feuerwehr wohl nicht mehr die gleiche Unterstützung erhalten werde wie bisher. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Feuerwehr war immer sehr gut, der Brandschutz unserer Gemeinde war jederzeit voll abgesichert. Um
der Feuerwehr auch eine Unterkunft für Unterrichtszwecke zu schaffen, wurde das alte Gerätehaus mit unseren
Kameraden der Bundeswehr ausgebaut und zu einem modernen Unterrichtsraum umgestaltet. Dieser Raum wurde
von der Freiwilligen Feuerwehr freudig angenommen und wurde auch von unserer Dorfjugend als
Gemeinschafts-Treff benützt.
4 Gruppen unserer FFw legten Leistungsprüfungen ab: 1 x Bronze, 1 x Silber, 1 x Rotgold, 1 x Blaugold. Der
erfolgreiche Abschluss wurde in der Gastwirtschaft Prütting gefeiert.
In der Brandschutzwoche wurde in Egloffstein eine Übung der gemeindlichen Feuerwehren durchgeführt, das
Wasser wurde von der Trubach bis zur Burg hochgepumpt. Die Leistungen der beteiligten Wehren Egloffstein,
Affalterthal und Schweintal wurden staunend anerkannt.
1980
Am 12. und 13. April führten wir einen 2-Tagesausflug nach Berlin durch. In Wilmersdorf wurden wir vom dortigen
Oberbürgermeister empfangen und tauschten Freundschaftsgeschenke aus. Am Nachmittag besichtigten wir
Ostberlin. Die Führung in Berlin wurde von Herrn Brehmert, einem "Berliner Affalterthaler" organisiert. Leicht
berlinerisch angehaucht kehrten wir gesund und munter zurück.
1981
Wir feierten den 100. Geburtstag unserer Feuerwehr.
Vom 17. bis 21. Juni erlebte unsere Wehr und unsere Ortschaft Affalterthal das Jubiläumsfest. Das Fest begann am
Mittwoch mit einem "Spiel ohne Grenzen". Am Donnerstag wurde eine Großübung von sämtlichen Feuerwehren der
Gemeinde Egloffstein vorgeführt. Für die Jugend fand am Freitag ein Beatabend statt. Ein fränkischer Heimatabend
mit Ehrungen von verdienten Mitgliedern schloss sich am Samstag an. Der Sonntag gehörte dem großen Festzug mit
75 Vereinen und 5 Musikkapellen. Unsere Feuerwehrkameraden, ob aktiv oder passiv, ob Schuljunge oder Rentner,
alle haben wir sie für unser Fest beansprucht und alle haben geholfen.
Unsere Feuerwehr wurde in den vergangenen Jahren auf einen modernen Stand gebracht. Ein guter Gerätebestand
mit Feuerwehrauto und Funkalarm- Ausrüstung. Den guten Zustand unserer Geräte verdankten wir nicht zuletzt
unserem Zeugwart Georg Deuerlein.
1982
In der Jahreshauptversammlung wurde ausführlich das vergangene Feuerwehrfest besprochen. Große Mühe hatte
sich dabei Hans Meister gemacht, der den ganzen Festablauf in einem vorzüglichen Dia-Vortrag festgehalten hatte.
1983
In der Jahreshauptversammlung wurden Kdt Richard Herrmann, Adjutant Georg Meier, 1. Vorstand Hans Deuerlein, 2.
Vorstand Helmut Karbstein und Vereinskassier Werner Hofmann in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführer und Kassier
Hans Vogel kandidierte trotz gutem Zureden nicht mehr. Als neuer Schriftführer und Kassier wurde Hans Martin
Gemählich gewählt.
Hans Vogel sei an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für seine treuen Dienste für die FFw gedankt.
Am 20. Januar geriet im Gemeindeholz zwischen Affalterthal und Bieberbach ein Auto in Brand, nachdem es mit
mehreren Bäumen kollidiert war. Mit unseren Feuerlöschern war es leider nicht mehr möglich, den Brand zu löschen,
die Gräfenberger Feuerwehr erstickte die Flammen mit dem Wasser aus ihrem Tanklöschfahrzeug. Für den Fahrer
kam jede Hilfe zu spät.
Am 19. Dezember wurde unser ehemaliger Vorstand Konrad Bernhardt aus Anlass seines 80. Geburtstages zum
Ehrenvorstand unserer FFw ernannt.
1984
Am 09. Januar wurden wir zu einem Brandeinsatz in der Brotfabrik der Firma Hofmann in Mostviel alarmiert. Wir trafen
als eine der ersten Feuerwehren dort ein, doch der Brandherd war bereits durch Mitarbeiter der Fa. Hofmann gelöscht
worden. Bei diesem Einsatz haben wir die Leistungsbereitschaft und Schnelligkeit unserer Wehr bestens zur Geltung
gebracht.
1985
In der Jahreshauptversammlung wurde für den Verein Freiwillige Feuerwehr eine neue Satzung einstimmig
genehmigt. Als neue Vertrauensmänner wurde Wolfgang Alisch und Hans Wagner gewählt.
Drei Brandeinsätze gab es in diesem Jahr. Am 23. Februar brannte in Mostviel ein Wohnhaus. Am 13. Oktober und
am 03. November wurden in Bieberbach zwei Scheunen ein Raub der Flammen.
1986
Erstmalig wurde eine Truppmannschulung abgehalten. 35 Feuerwehrkameraden bestanden am 08. März die Prüfung
mit Bravour. In diesem Jahr verstarb Konrad Hofmann, ein Freund und Gönner unserer FFw. Unvergessen bleiben seine Einsätze
als Theaterregisseur und engagierter Fotograf sowie seine wunderschönen Diavorträge.
1988
Im Rahmen des Feuerwehrfestes mit Fahnenweihe der FFw Schossaritz übernahmen wir freudig die angebotene
Patenschaft. Sie wurde bei den Festtagen vom 30.06. bis 03. Juli gegründet. Durch die Übernahme dieser Patenschaft hat die
FFw Affalterthal alte Verbindungen wieder aufgefrischt und neue dazu gewonnen. Möge sie auf dieser herzlichen und
freundschaftlichen Basis weiterbestehen.
Am Sonntag, den 09. November, gab es während des vormittäglichen Gottesdienstes einen Feueralarm. Die ganze
Bevölkerung war in Aufregung, bis sich herausstellte, dass es sich nur um einen Probealarm handelte.
1989
In der Jahreshauptversammlung wurde Kdt Richard Herrmann einstimmig für weitere 6 Jahre wiedergewählt.
Für den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen stellv. Kdt. Georg Meier wurde Heinz Förtsch gewählt. Als
neuer Gerätewart wurde Klaus Ebenhack bestimmt. Die alte Vorstandschaft erhielt per Akklamation für weitere 6
Jahre ihre Zustimmung. Neuer Vertrauensmann wurde neben Hans Wagner Richard Porisch.
Vorstand Hans Deuerlein feierte am 18. November seinen 70. Geburtstag. Kdt Richard Herrmann überreichte dem Geburtstagskind einen heiligen Florian als gemeinsames
Geburtstagsgeschenk der Affalterthaler Vereine. Zudem ernannte er Hans Deuerlein zum "Oberfregger" von Affalterthal.
1990
Auf Einladung des Landkreises Forchheim und Kreisrat Hans Deuerlein besuchte uns eine Gruppe polnischer
Feuerwehrmänner. Kdt Richard Herrmann und Vorstand Hans Deuerlein waren bereits 1989 bei ihnen zu Besuch gewesen.
Nach einem ausgiebigen Essen im Unterrichtsraum wurde das Feuerwehrhaus und unsere Ortschaft besichtigt. Als
Erinnerungsgeschenk überreichte Hans Deuerlein jedem Besucher einen Krug mit dem Affalterthaler Wappen.
1991
In der Jahreshauptversammlung am 19.01. wurde der Atemschutz durch die Gemeinde Egloffstein offiziell
übergeben. KBM Weber, zuständig für den Atemschutz auf Kreisebene, gab Erläuterungen zum Gerät und bat um
pflegliche Behandlung der sehr teueren Geräte. Abschließend wünschte er uns wenige und vom Erfolg gekrönte
Einsätze.
Ebenfalls im Januar wurde vom Gemeinderat Egloffstein unser Antrag auf Umbau des Feuerwehrhauses zu einem
Mehrzweckhaus abgelehnt.
Neben einer Leistungsprüfung im April, bei der 3 Gruppen erfolgreich teilnahmen, veranstalteten wir einen
2-Tagesausflug nach Sachsen. In einer Gewalttour besuchten wir Schleiz, Dresden, die sächsische Schweiz und
Karlsbad in Tschechien.
1992
Vizelandrat Gregor Schmitt ehrte in der Jahreshauptversammlung den ehemaligen stellv. Kdt Georg Meier für
40jährige Dienstzeit.
Für 25jährige Dienstzeit überreichte Gregor Schmitt Wolfgang Alisch, Richard Herrmann, Rolf Kellner, Gerhard
Hofmann und Werner Hofmann je eine Urkunde. Siegfried Dietel wurde als neuer stellv. Kdt gewählt.
Ende August fand im Rahmen des alljährlichen Brunnleitenfestes das letzte feierliche Gelöbnis unserer
Patenkompanie der Bundeswehr aus Nürnberg statt.
1993
Im Frühjahr wurde vom ASB in Gräfenberg eine Grundausbildung in der "Ersten Hilfe" für alle aktiven Feuerwehrmänner,
aber auch interessierte Mitbürger durchgeführt. Im April konnten wiederum 3 Gruppen Leistungsprüfungen ablegen.
1994
Erstmalig wurde die Kirschenkirchweih gemeinsam mit den drei anderen Affalterthaler Vereinen am 3. Sonntag im Juli
rund um das Rathaus veranstaltet. Ein überraschender Erfolg wurde allen beschert, der selbstverständlich vom
wunderschönen, hochsommerlichen Wetter abhängig war.
Im November begann der Bau des Mehrzweckhauses. Mit viel Eigenleistung erfolgte der Bauaushub und bis Ende
1994 waren bereits die Kellerwände hochgemauert und die Decke betoniert.
1995
In der Jahreshauptversammlung am 05. Januar wurden Fritz Backof, Heinrich Deinhardt, Georg Deuerlein, Helmut
Karbstein und Hans Wagner für 40-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr vom stellv. Landrat Gregor Schmitt
geehrt.
Für 25jährigen aktiven Dienst erhielten Reinhold Birkmann, Werner Hofmann und Rolf Kellner eine Urkunde.
Turnusmäßig fanden zugleich Neuwahlen der Vorstandschaft statt.
Kdt Richard Herrmann kandidierte nach 26 Dienstjahren nicht mehr, so daß sein bisheriger Stellvertreter Siegfried
Dietel als neuer Kdt gewählt wurde. Zum stellvertretenden Kdt wurde Heinz Seitz gewählt. 1. Vorstand blieb Hans
Deuerlein, 2. Vorstand wurde Richard Herrmann. Die weitere Vorstandschaft bildeten nun Hans Martin Gemählich
(Schriftführer und Kassenwart), Werner Hofmann (Kassier), Richard Porisch und Rolf Kellner (Vertrauensmänner).
Im Mai legten 19 Feuerwehrmänner wiederum Leistungsprüfungen ab.
1996
Im Januar und Februar dieses Jahres wurde in Eigenleistung der neue Besprechungsraum im Mehrzweckhaus
ausgebaut. Im April wurde in Anwesenheit von Regierungspräsident Haniel und Landrat Otto Ammon das Mehrzweckhaus
Affalterthal eingeweiht.Nach jahrelangem zähen Ringen und Fordern ist der Herzenswunsch von Hans Deuerlein in Erfüllung gegangen.
Beim "Weglerhaus" stürzte ein mit 12 000 Liter Diesel beladener Tanklastzug um. Wir übernahmen gemeinsam mit
den Feuerwehren aus Gräfenberg und Ebermannstadt sowie dem Technischen Hilfswerk die Bergung des
Fahr- zeuges.
1997
Richard Herrmann wurde nach einstimmigen Vorstandsbeschluss aufgrund seiner herausragenden Leistungen für die
FFw Affalterthal zum Ehren- kommandanten ernannt. Im Mai legten 20 Feuerwehrmänner weitere Leistungsprüfungen ab.
Die Vorbaupumpe am Feuerwehrauto fällt defekt aus. Die Überprüfung durch die Firma IVECO-MAGIRUS ergab,
dass eine Reparatur zu kostenaufwendig und deshalb wirtschaftlich nicht mehr vertretbar sei.
Kdt Siegfried Dietel gab dieses Ergebnis der Gemeinde Egloffstein schriftlich bekannt, mit dem Hinweis, dass unsere
Wehr nur noch beschränkt einsatzfähig sei. Zugleich beantragte er die Ersatzbeschaffung eines
Löschgruppen- fahrzeuges LF 8/6 für die Freiwillige Feuerwehr Affalterthal.
1998
In der Vorstandssitzung am 02. Januar wurde eine Beschlussvorlage für die Jahreshauptversammlung erarbeitet, die
vorsah, das 110jährige Jubiläum im Jahr 1999 in einem dreitägigen Fest im Brunnleitental zu feiern.
In der Jahreshauptversammlung wurden für 25jährigen aktiven Dienst geehrt: Karl Förtsch, Richard Porisch, Friedrich
Prütting und Günter Prütting. Gleichzeitig mussten wegen Erreichens der Altersgrenze leider aus dem aktiven Dienst
ausscheiden: Fritz Backof, Heinrich Deinhardt und Hans Wagner.
Die Festvorbereitungen für das 110jährige Jubiläum wurden im Laufe des Jahres intensiviert. Musikverträge,
Zeltverleihvertrag sowie Getränke- und Essensverträge wurden abgeschlossen.
1999
Die Problematik um unser defektes Feuerwehrauto konnte nicht gelöst werden. Vielmehr verschärfte sie sich noch als
festgestellt wurde, dass die Tragkraft- spritze (Baujahr 1963) nur noch bedingt einsatzfähig ist.
In einem Schreiben vom 04. Januar sah sich Kdt Siegfried Dietel gezwungen, der Gemeinde mitzuteilen, dass er mit
den vorhandenen Gerätschaften den Feuerschutz im Ort Affalterthal nicht mehr gewährleisten könne.
Daraufhin beschloss der Marktgemeinderat, die alte, defekte Vorbaupumpe nicht mehr zu erneuern, sondern eine
neue Tragkraftspritze für das Feuerwehrauto anzuschaffen, die wir hoffentlich zu unserem Fest im Mai einweihen
können. Für die Festtage renovierten wir in Eigenleistung unser doch schon in die Jahre gekommenes Feuerwehrhaus.
Trotz des in letzter Zeit eingeschränkten finanziellen Spielraumes der Marktgemeinde Egloffstein konnten wir unseren
technischen Standart halten bzw. noch verbessern (z.B. Atemschutz). Gedankt sei unseren Gemeinderäten Hans
Deuerlein, Erhard Höfling und Günter Prütting, die sich immer wieder vehement für unsere Feuerwehr eingesetzt
haben. Ein offenes Ohr hatte auch immer der 2. Bürgermeister der Marktgemeinde, Hermann Müller aus Hammerbühl.
Der Marktgemeinde sei deshalb ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.
Der freiwillige Dienst in der Feuerwehr ist heute nicht mehr selbstverständlich. Kameradschaft, Einsatzbereitschaft für
den Dienst am Nächsten sind in der heutigen egoistischen Wohlstandsgesellschaft vielerorts ein Fremdwort. Unter
diesem Aspekt dürfen wir uns freuen und stolz darauf sein, dass unsere Feuerwehr schon 110 Jahre auf ihren
freiwilligen Dienst am Nächsten zurückblicken kann.
Aus Dankbarkeit und Freude über diese jahrzehntelange Arbeit, aber auch als Ansporn für die kommenden Aufgaben
im nächsten Jahrtausend feiern wir deshalb unser 110jähriges Gründungsfest vom 28. - 30. Mai 1999.
Epilog:
An dieser Stelle soll an die tüchtigen Feuerwehrmänner gedacht werden, die als "Namenlose" in dieser Chronik
verschwiegen werden mussten. Ihnen aber gebührt derselbe Dank für ihre Treue, Opferbereitschaft und Hingabe im
Dienst am Nächsten, wie denjenigen, die an der Spitze der FFw ihre Arbeit
leisten.
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