Affalterthal in der Fränkischen Schweiz

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Einführung des neuen Pfarrers Johnke

Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang im Mehrzweckhaus feierte die Kirchengemeinde Affalterthal-Bieberbach die Einführung des neuen Ortspfarrers. Ein Novum ist die Tatsache, dass Hans-Jürgen Johnke mit seiner Familie in der Nachbargemeinde Gräfenberg, in Thuisbrunn, wohnen wird.
   

Die Begrüßung durch den stellv. Dekan Bertholdt

21 Monate dauerte die Vakanz der Pfarrstelle in Affalterthal und erst im zweiten Anlauf gelang es, einen neuen Seelsorger zu finden. Der erste Versuch im Frühsommer misslang, weil der Bewerber eine andere Stelle interessanter fand. Nun also gibt es wieder einen Pfarrer im Dorf: „es brennt wieder Licht im Pfarrhaus“, wie der pensionierte Ortspfarrer Hans Fichtenmüller in seinem Grußwort treffend bemerkte. Und weil die Affalterthaler ihren neuen Pfarrer so schnell nicht wieder hergeben wollen, schenkten Sie ihm eine Wanderkarte zur Begrüßung, aber keinen Wanderstab. Der letzte (Vorgänger-) Pfarrer, der diesen Stab bekam, „wanderte“ nach Hof aus.
   

die Einsegnung mit vier Assistenten, darunter die Frau des neuen Pfarrers (li.vorne)  und Vertrauensmann Gemählich rechts daneben.

Mit einem festlichen Einzug in die mittelalterliche Pfarrkirche, wobei die Freiwillige Feuerwehr den Zug mit Fackeln begleitete, begann die Installation des neuen Pfarrers. Zahlreiche „Brüder im Herrn“ begleiteten ihn dabei und Abordnungen aller Dorfvereine, Gemeinderatsvertreter, Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, MdL Eduard Nöth und stellvertretender Landrat Gregor Schmitt. Die Einführung begann mit dem Verlesen der Urkunde durch den Seniorpfarrer des Dekanates Heinz Hofmann und der Einführungsansprache des stellvertretenden Dekans Axel Bertholdt. Darin sprach er die Tatsache an, dass der neue Pfarrer mit seiner Familie in Thuisbrunn wohnen wird und davon, dass Affalterthal „Glück hat, mit weniger als 1000 Gläubigen eine volle Pfarrstelle zu besitzen“. Normalerweise liegt die Grenze bei 1500 Menschen. Höhepunkt der Einführung ist die Segnung und Sendung, wobei vier „Assistenten“ (darunter Kirchenvertrauensmann Hans-Martin Gemählich und die Frau des Pfarrers) und der Dekan dem Pfarrer eine Hand auf das Haupt legen und Segensworte sprechen. Den Festgottesdienst umrahmte der Posaunenchor unter Simon Gemählich, der Affalterthaler Kirchenchor „Sing and Pray“ und Andreas Deuerlein an der Orgel.
   

Pfr. Johnke spielt wie seine Frau im Posaunenchor mit. Er in Affalterthal, sie in Thusibrunn

Im Mehrzweckhaus fand anschließend die weltliche Feier statt. Unter der Moderation von Hans-Martin Gemählich gab es zahlreiche Grußworte und Glückwünsche. Alfons Beetz sprach herzliche Willkommensgrüße im Namen der Affalterthaler Vereine aus, Kirchenvorstand Manfred Krämer im Namen der Bieberbacher Vereine. Bürgermeister Christian Meier bedauerte, dass der neue Pfarrer in der Nachbargemeinde Gräfenberg, in Thuisbrunn, wohnen wird und dass diese Tatsache „Ausdruck veränderter Zeiten“ sei. Vizelandrat Schmitt sah viele Berührungspunkte zwischen Kirche und Kommune in der täglichen (Behörden-) Arbeit und ist aus diesen Gründen „froh, dass die Stelle wieder besetzt ist“. Besonders stolz ist die Affalterthaler Kirchengemeinde auf den neuen Pfarrer. Er ist nicht nur Seelsorger und Prediger, er ist ehrenamtlicher Präsident des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern. Aus diesem Grund nahm Gemählich in seiner Eigenschaft als Posaunenchor-Obmann Pfarrer Johnke mit der Überreichung der Chor-Krawatte in den Affalterthaler Posaunenchor (den zweitältesten in Bayern) auf.
   

Von li.: Pfarrerehepaar Johnke/Zeitner, Stellv. Dekan Bertholdt, Kirchenvorstände Schwarz und Gemählich, PC-Leiter Simon Gemählich

Ein dickes Lob und einen großen Blumenstrauß gab es für die Pfarramtssekretärin Claudia Deuerlein, die während der fast zweijährigen Stellenvakanz unter anderem dafür Sorge trug, dass jeden Sonntag ein Pfarrer den Gottesdienst hielt. Vor allen die „Rentnerpfarrer“ Hans Fichtenmüller und Hatto Hack (beide waren hier schon Ortspfarrer) hielten (neben Pfarrer Seitz, meint Diethard Stiller)  am Häufigsten und für „Gottes Lohn“ den Gottesdienst, weshalb Gemählich konstatierte, dass allein dadurch „Personalkosten im Wert einer kleinen Orgel“ eingespart wurden. Pfarrer Mark Meinhard aus Hiltpoltstein hatte in der Vakanz die Verwaltung der Kirchengemeinde inne. Pfarrer Johnke (54) war zuletzt Pfarrer der Fürther Stadtgemeinde St. Paul. Zusammen mit seiner Frau Gerhild Zeitner, die die kombinierte Pfarrstelle Thuisbrunn und Egloffstein übernimmt und seiner Tochter Miriam wird Johnke im Pfarrhaus Thuisbrunn wohnen, aber fast täglich im Affalterthaler Pfarrhaus arbeiten.
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 Von Reinhard Löwisch - für's Dorf

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