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Kirchweih in Affalterthal
| Am 4. Sonntag im Oktober feiert
Affalterthal sein Fest der Kirchenweihe, natürlich mit einem
Festgottesdienst, musikalisch umrahmt von Posaunenchor unter Simon Gemählich.
Der "weltliche" Teil gehört dann den Kerwaburschen (unverheiratete junge Männer)
die seit vielen Jahren den Brauch pflegen. Er beginnt am Samstagnachmittag.
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| Bei schönem Herbstwetter und unter den
prüfenden Augen zahlreicher Zuschauer stellen die Kerwaburschen, gekleidet
mit beschrifteten T-Shirt, schwarzen Hut und Zigarre den Kirchweihbaum neben
dem unteren Wirtshaus mit nur drei "Schwalben" auf; volksmusikalisch
angefeuert von elf jungen Musikern des Gymnasiums in Ebermannstadt. Um die
20 Meter
ist der Baum lang; eineinhalb Stunden dauert das Aufstellen, unterbrochen
nur von alten „Stanz’lgesängen und Biertrinkpausen. Der Kirchweihkranz,
zuvor von den Kindern mit bunten Bändern behangen, schaukelt im Wind und
die Leute gehen "auf ein Seidla" ins Wirtshaus. Am Sonntag ziehen die
Kerwaburschen lautstark singend und von der Affalterthaler Rathausmusik
begleitet, mit einem alten, geschmückten Eicher-Traktorgespann durch das
Dorf. Von Haustür zu Haustür gehend, bitten sie um eine Kerwaspende und geben
im Gegenzug Bier- und Schnapsproben. Und wieder wird abends im Wirtshaus
gefeiert; mit Musik und guter Laune. |
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| Am Montagabend schließlich nimmt der Brauch
für ein Jahr sein Ende mit dem "Baamaustanzen". Dazu laufen die
Affalterthaler Kerwaburschen (alles Junggesellen) mit ihren Mädchen im Kreis
um einen Stehtisch herum, auf dem ein Wecker steht. In unregelmäßigen
Abständen wird ein Blumengesteck, Symbol für den Kerwabaum, von Paar zu Paar
weiter gereicht. Dazu werden wieder Stanz’l gesungen. Klar war: innerhalb 30
Minuten klingelt der Wecker. Wer zu diesem Zeitpunkt das Gesteck in Händen
hält, hat den Kirchweihbaum gewonnen. Heuer war es der Benjamin Gemählich. |
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