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30 Jahre Heimatverein Affalterthal
| AFFALTERTHAL. 1978 schuf die Gebietsreform im
Landkreis Forchheim größere kommunale Einheiten. Aus 61 Gemeinden wurden 30.
Affalterthal gehörte zu den Gemeinden, die aufgelöst wurden. |
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| In Erinnerung an diese turbulente Zeit und
als „Klammer“ für das dörfliche Leben wurde im gleichen Jahr der
Heimatverein, damals noch als „Bürgerverein Die Affalterthaler“ gegründet.
Aus diesem Grund hatte der Heimatverein zu einer Diskussionsrunde über die
Zeit vor 30 Jahren geladen, die der Ortspfarrer Hans-Jürgen Johnke im
Mehrzweckhaus bei Kaffee und Kuchen moderierte. |
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| Christian Meier war bei der Gebietsreform
schon zwei Jahre lang Bürgermeister von Egloffstein und mit der
„Schulreform“ schon einiges an Reformen gewohnt. Wichtig war, so der
Altbürgermeister heute rückblickend, dass mit integrierender Hilfe der
Elternbeiräte erste Gräben in der Bevölkerung überwunden und die Kinder von
Affalterthal in die neue Schule nach Egloffstein „eingemeindet“ werden
konnten. „Wir haben die Gebietsreform gut verkraftet“ meinte auch Hans Vogel
(Eberles-Hans), der zu jener Zeit Gemeinderat war. Er lobte das vorbildliche
Engagement des damaligen Bürgermeisters Hans Deuerlein, der trotz eifrigen
Straßenbaues sparsam haushaltete, so dass „ein schöner Batz’n Geld“ mit der
Auflösung nach Egloffstein floss. Eine intakte Dorfgemeinschaft war immer
wichtig meinte auch Hans Häfner (Poolers-Hans), der ebenfalls vor 30 Jahren
als Gemeinderat in der alten Gemeinde Affalterthal wirkte. |

Vor und in historischer Kulisse: v.li. Hans Häfner,
genannt „Pooler“ Altbürgermeister Christian Meier, Ortspfarrer Hans-Jürgen
Johnke und Hans Vogel, genannt „Eberler“ |
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| Die großen Befürchtungen damals, das
Dorfleben könnte mit der Gemeindeauflösung zerfallen und jeder eigene Wege
gehen, haben sich im Nachhinein nicht bewahrheitet. Mit der Gründung des
Heimatvereins beim Gemeinde-Abschiedsfest am 30. April 1978 und dem Bau des
hiesigen Mehrzweckhauses, mit bezahlt von dem „Batzn Geld“, den Affalterthal
der Gemeinde Egloffstein „vermachte“, wurden zwei wichtige Voraussetzungen
geschaffen, die dem entgegenwirkten. Es dauert zwar noch über 20 Jahre bis
das Mehrzweckhaus bezugsfertig war, doch heute wird es rege und für alle
möglichen Vereinsveranstaltungen genutzt und den Heimatverein gibt es noch
immer. Der Diskussionsrunde im voll besetzten Saal ging die Wiedereinweihung
des Info-Pavillons am Ortseingang durch Pfarrer Johnke und dem Posaunenchor
Affalterthal voraus. Das nach vier Seiten offene Fachwerkhäuschen, 1977 noch
von der alten Gemeinde errichtet, sollte damals „den Fremdenverkehr
ankurbeln“, wie in alten Zeitungsberichten nachzulesen ist und Wanderern
Schutz vor den Unbilden des Wetters gewähren. Sieben großformatige
Texttafeln erzählen aus der reichen Geschichte des Ortes und von der
Auflösung der Gemeinde. Zweiter Vorstand Heinz Bernhardt hatte in
wochenlanger Arbeit mit zahlreichen Helfern morsche Balken und Bretter
ersetzt, die Sitzbänke erneuert, alle Holzteile wetterfest gestrichen, die
Schrifttafeln gesäubert und versiegelt und den dichten Heckenbewuchs rund um
das Gebäude entfernt. Schon am Samstagabend feierte der Heimatverein sein
30-jähriges Jubiläum im Mehrzweckhaus mit den Affalterthaler
Rathausmusikanten und mit dem Pegnitzer Mundartpoeten Walter Tausendpfund,
der gleichzeitig die Glückwünsche des Fränkische Schweiz- Vereins
überbrachte. Wegen des nur geringen Zuspruchs, es kamen nur 40 Mitglieder
von über 80 zum Heimatabend, wurde daraus bald ein fröhliches
„Wirtshaussingen“. Der eigentlich als Vorzeiger alter Bauerntänze extra
engagierte Herbert Kennemann aus Bamberg verteilte, mangels Tanzpaaren,
mitgebrachte Liedtexte an die Anwesenden. |

Walter Tausendpfund (vorne) und Herbert
Kennemann 2.v.li. als Tanz- und Singmeistersorgten zusammen mit der
Affalterthaler Rathausmusik für die gute Stimmung |
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| Und so tönten „Songs“ wie „Der schönste Baum
ist der Vogelbeerbaum“ durch den Raum. Die Gesanggruppe des Heimatvereins
konnte sich hier hierbei naturgemäß besonders profilieren. Im Lauf des
Abends wurde auch die neue Festschrift, die neben der Fortschreibung der
Vereinschronik viel Heimatkundliches enthält vorgestellt und verteilt.
Walter Tausendpfund brillierte mit „alten und neuen fränkischen Gschichtla“,
die tiefe Einblicke in die Seele des fränkischen Landmenschen gewährten und
für eine gute Stimmung im Saal sorgten. |

Der frisch renovierte Pavillon.
Schutzhütte und Infozentrum |
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| Zwei Zeitungsartikel zur Thematik finden Sie
hier. |
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